Skip navigation

Daily Archives: November 6th, 2011

Istari Lasterfahrer, Sozialistischer Plattenbau, Karl Marx Stadt – ein Gedächtnisprotokoll

Die Redaktion unserer Wandzeitung “Der Gluediver” hatte seine Bemühungen mit dem Arbeitskollektiv “Sozialistischer Plattenbau“in Kontakt zu treten zuvor angekündigt gehabt. Dies ist unlängst geschenen und uns hat ein frei gewählter Kollektivteil Rede und Antwort gestanden. Dabei ging es um Lasterfahrer, Herrengedecke, edle Tropfen und den Baustand unserer imaginären Metropole Karl Marx Stadt. Zusätzlich ist es uns gelungen den Inhalt dieses Interviews und eines mit dem Ortsvorsteher/in der Gemeinde Karl Marx Stadt, in ein Blatt des imperialistisch/kapitalistischen Auslands zu platzieren. Namentlich dem SKUG aus Österreich. Damit ist unserer Wandzeitung nahezu eine Eulenspiegeltat gelungen. Mehr dazu und das zweite Interview im Dezember.
g:
Du hast dein Label 1999 gegründet, was waren da deine konkreten Intentionen?
istari_lasterfahrer:
Hauptsächlich meine eigene Musik auf Platten zu veröffentlichen.
Da kam aber sehr schnell auch dazu anderer Leute Musik rauszubringen. Das waren dann zuerst Compilations. Später hab ich dann auch ganze Platten von Bekannten gemacht. Zuerst waren da auch die dubcore 7inch Serie – wo es dann so Split Singles gab. Es gab auch Kooperationen mit anderen Labels, wie Complication 27 oder sprengstoff records.
Also die Hauptintention war zuerst eigene Musik raus zubringen – ohne irgendwie mit Labelbetreibern über meine Musik reden zu müssen und später eben auch Zusammenarbeit mit anderen Musikmachenden oder Schallplattenrausbringern.
g:
Gab es keine andere Möglichkeiten für dich zu veröffentlichen, oder war das eher eine “politische” Entscheidung (diy) bzw. wie ist das gemeint, nicht mit Label Leuten über deine Musik sprechen zu müssen?
istari_lasterfahrer:
Irgendwie vielleicht beides. Einerseits war meine Musik zu schröpselig, zu LowFi oder schlechter Sound für die Leute die ich kannte und ich bin auch nicht so kontaktfreudig – von wegen überall hinzurennen um denen meinen Kram aufzudrücken. Die andere Seite war dann vielleicht politisch zu sehen. Obwohl ich das nicht so nennen würde. Ich hab ja schon knapp 10 Jahre bevor ich das Label Ding angefangen habe Musik auf Kassetten und später Cdrs kopiert und verteilt. Allerdings auch in sehr kleinen Auflagen und dann auch an einen eher kleinen Kreis von Leuten.
Mit der Punkband, in der ich Schlagzeug spiele(Heimatglück), hatten wir 1997 unsere erste Single selber ins Presswerk gegeben. Ich dachte mir irgendwann das mach ich jetzt auch mit meinen eigenen Sachen.
Das politische daran ein eigenes Label zu machen, die D-I-Y Fahne hoch hängen und so, spielt eher nicht so die Rolle. Das ist zwar auch so im Hintergrund, aber irgendwie war das eher eine Konsequenz in dem was ich bisher gemacht habe. Ich hatte auch keine Ahnung wie das geht ein Label zu machen, also Buchhaltung und Vertriebssachen und wie man die Sachen im Presswerk abgibt und wie das Artwork gemacht werden muss.
g:
War das schwer, das Geld für die ersten Pressungen zusammen zu bekommen – musstest du da das Konfirmationsgeld auf den Kopf hauen? Und ist das dann von Anfang an alles glatt gelaufen? Von wegen, wie man sich vorstellt wie eine Platte zu klingen hat und was man dann aus dem Presswerk bekommt, etc.
istari_lasterfahrer:
Hab ja nie Konfirmationsgeld bekommen. Wo das Geld genau herkam weiß ich auch nicht mehr. Ich hatte damals glaub ich irgendeinen Job, wo ich was überhatte und hab hier und dort Einsparungen im Lebensstil vorgenommen. Das war dann auch nur eine 100er Auflage die ersten beiden Singles. Ich habe kein Mastering Studio besucht sondern das einfach das Presswerk machen lassen. Die Litofilme für den Label und Coverdruck hab ich einfach auf Folie am Laserdrucker gemacht, um die 40 Mark, die das damals pro Bogen gekostet hat, zu sparen. Das Presswerk hatte dann auch zurückgefragt, ob das so sein soll weil es dann beschissen aussehen würde. Testpressungen hab ich mir auch gespart und mich überraschen lassen. Die Musik hab ich damals ja noch auf nem Tapedeck zusammengemischt und dann wieder in den Rechner aufgenommen um es auf CD zu brennen, als Master Kopie fürs Presswerk. 1997 haben die hauptsächlich DATs genommen. Später hab ich dann immer schön das Geld von Auftritten angesammelt um es für Plattenpressungen zu haben.
g:
Produzierst du noch immer so Platten wie gerade beschrieben, ohne Testpressung etc.
istari_lasterfahrer:
Bei 7inches kann es schon vorkommen das ich keine Testpressungen habe, bei den 12inches aber meistens schon.
g:
Man kennt einige Produzenten elektronischer Musik die aus dem Punk Umfeld kamen. (Die Liste reicht da von Marusha bis Ikonika) Ich würde dich da mit Heimatglück dazu zählen. Diese Verknüpfung scheint fast schon ein urbaner Mythos geworden zu sein oder gehört zum guten Ton?! Ist diese Verknüpfung eine nahe liegende? Wie war das bei dir?
istari_lasterfahrer:
Die Trennung Punk und elektronische Musik gibt es ja immer noch auch wenn sie gerade mal wieder etwas durchlässiger zu sein scheint. Ganz früher, bevor ich dann irgendwann Punk Musik gehört habe, habe ich gerne so Grandmaster Flash und heaven 17 gehört bzw. von nem älteren Bruder eines Freundes kopiert. An nem Computer Musik zu machen hab ich auch schon gemacht bevor ich Punk Musik gehört oder gemacht habe. Das ist bei mir wenn überhaupt so parallel verlaufen. acid house fand ich damals mit 15 ganz lustig, auch so Sachen wie Kraftwerk oder die synthesiser Sachen auf der Extrabreit Platte oder Effekte bei der Fehlfarben Platte. Techno hat mich nicht so interessiert, zumindest nicht soweit das ich mir Tonträger besorgt habe. Das kam dann erst später mit Jungle und uk hardcore um die 94 rum.
g:
Würdest du für dich trotzdem Gemeinsamkeiten sehen?
istari_lasterfahrer:
Teilweise ja. Vom Produzenten Standpunkt mehr. Auch teilweise vom Besetzen von Räumen und das veranstalten von Partys oder Konzerten her.
g:
In welchem Umfeld (Szene) hast du damals das Label hinein gegründet? Wie hat sich diese Beziehung bis heute entwickelt?
istari_lasterfahrer:
Ich hab einfach Platten gemacht und nichts gewusst von irgendeiner Szene. Das ist das merkwürdige. Ich hatte ein paar Vertriebsverbindungen, das waren teilweise Mailorder aus der Noiseszene, andere eher kleine Electronica Sachen und dann hatte ich eine Platte in dem Hamburger otaku Plattenladen gefunden, wo auf einen Aufkleber drauf stand das die Platte von digitalworldnet vertrieben wird. Den hab ich dann angeschrieben und irgendwie gemerkt, dass das was die vertreiben auch mir am besten passt. Von dort aus hat sich dann mehr entwickelt. Zum Beispiel haben dann auch noch andere Leute in anderen Ländern Labels angefangen und auch Mailorder zu betreiben. Ich kam nicht einmal auf die Idee im Plattenladen den Menschen zu fragen wo ich meine Platten vertreiben kann.
g:
Ich assoziiere dein Label mit dem Genre breakcore (breakcore als eine Art Sammelbegriff, also nicht statisch). In Berlin ging da vor einigen Jahren noch einiges. Jetzt scheint mir das eingeschlafen oder durch andere Szenen besetzt zu sein. Wie war das in Hamburg gabs/gibts da eine entsprechende Szene. Wenn dein Label etwas mit dem Genre breakcore gemein hat, spürst du solche Veränderungen? Oder ist das nur in meiner Wahrnehmung so?
istari_lasterfahrer:
Als ich angefangen habe wusste ich noch nichts von dem Begriff breakcore. Ich würde mein Label inzwischen auch in der breakcore Szene verwachsen sehen, auch wenn der Begriff irgendwie immer unklarer für mich wurde. Vor ein paar Jahren kam es da wohl zu einem overkill. Irgendwie haben dann viele der damaligen breakcore Produzenten angefangen was anderes zu machen. Teilweise auch mit recht klaren schnitten, so wie gestern hui und heute pfui. Na ja egal, ich kanns teilweise verstehen und dann auch nicht. In Hamburg hat das eh schon immer eher geschlafen oder war recht klein, bis auf die Leute aus dem hardcore/gabba Umfeld die Partys gemacht haben, ein paar Leute aus der drum and bass Szene und die Geschichten bei mfoc im Pudel am Sonntag. Und das war es dann auch. Zur Zeit würde ich sagen ist das ganze recht spärlich in Hamburg, aber zum Beispiel Berlin oder anderswo, war da immer schon mehr los gewesen wenn es um diese Musik ging oder deren verschiedenen Ausläufer.
g:
Hast du das auch an Verkäufen von Platten gemerkt oder sind das bloß die Produzenten die sich von der “Szene” distanziert haben?
istari_lasterfahrer:
Nee die Plattenverkäufe sind auch zurückgegangen. Ich denke das ist auch eine Mischung daraus das Leute Musik mehr und mehr als mp3 oder audiofiles haben. Das mehr und mehr mit traktor oder ähnlichem, also dem Rechner auflegen. Aber natürlich auch das was gerade so angesagt ist, die Genres ändern sich ja auch. Das scheint auch irgendwie auf das Angebot abzufärben und auf das was Leute auflegen. Wenn jetzt von einer Musikrichtung nur noch knapp 7 Platten im Jahr rauskommen dann wird es für DJs auch irgendwie langweilig (meine ich).
Einige der vielen “breakcore” Veröffentlichungen zum peak waren ja auch irgendwann in der so genannten pattern Falle, formalistisch und irgendwie dann unüberraschend und irgendwie nicht frisch. Vielleicht haben sich so die Soundqualitäten immer mehr perfektioniert, was mir aber persönlich eher weniger wichtig ist.
g:
Wie reagierst du mit deinem Label und als Künstler auf solche Umbrüche?
istari_lasterfahrer:
Bei dem Label haben mich eh auch immer andere Sachen interessiert, bei der Musik machenden Seite ebenso. Ansonsten reagiere ich da langsam drauf oder gar nicht. Was das raus bringen von Musik betrifft, ich reagiere da mit kleineren Auflagen drauf und auch mit runterladen von Musik. Ironischer Weise hab ich selber bevor ich Platten raus gebracht habe meine Musik im Netz (bbs systeme und internet) schon als downloads angeboten.
g:
Durch die Karl Marx Stadt Veröffentlichung habe ich deine bandcamp Seite entdeckt. Lohnt sich das für dich, wie viel streichen die ein …etc?
istari_lasterfahrer:
Bandcamp scheint relativ wenig einzustreichen. 10% glaube ich. Ob sich das lohnt weiß ich nicht, bei junodownloads verkaufe ich auch. Ich würde aber sagen, dass die digitalen Verkäufe bei mir noch weit hinter den Einnahmen aus Platten sind. Um davon eine Plattenproduktion zu machen bin ich eher noch weit entfernt.
(Bin eben mal kurz runter zum Kiosk)
g:
Bisher wurden die LPs von KMS bei Lux Nigra veröffentlicht. Jetzt bei dir. Wie kommts?
istari_lasterfahrer:
Weil ich sie raus gebracht habe. Lux Nigra hat glaube ich schon länger nichts mehr veröffentlicht. Ich hab KMS, nachdem ich ihn(Christian Gierden) von den society suckers und den KMS Sachen kannte, das erste Mal in Leipzig auf einer Party getroffen, wo die suckers und ich aufgetreten sind. Ich hatte ja auch schon eine kleine Weihnachts-CDr gemacht wo er drauf war. Und das eine Stück, was er mit lxc gemacht hat, für die eine bomb fi dub 12inch. Ich fand seine Sachen immer super und dann hab ich von lxc gehört das Christian noch ein ganzes Karl Marx Stadt Album zusammen hat. Da hab ich ihn dann gefragt und so kam das dann zustande.
g:
Ist das ein Glücksfall, Normal oder viel Arbeit?
istari_lasterfahrer:
das was?
g:
KMS/Suckers ist ja nicht irgendwer. Waren einer der wenigen „deutschen“ Acts die damals bei der Transmediale/Wasted auftreten konnten. Früher dachte ich einmal, die suckers könnten sich zu einer Alternative von mouse on marse entwickeln. Hätte ich ein Label würde ich mich freuen KMS machen zu können. Wie ist das für dich? Ein Glücksfall, Normalfall oder Business?
(Davon abgesehen wollte ich früher mal ein Kassettenlabel machen und hatte auch die suckers gefragt. Aber bis auf ein paar Treffen mit Christian kam da weiter nichts zustande.)
istari_lasterfahrer:
Dann ein Glücksfall. Das hör ich jetzt alles auch zum ersten Mal.
Welches Kassettenlabel?
g:
Das, das dann nie eines geworden ist – confuse a cat rec.
istari_lasterfahrer:
Super Titel.
g:
Na ja ein bisschen mehr wirst du zu KMS schon gewusst haben. Sonst macht man doch nicht einfach eine Doppel LP im goldenen Cover.
Hast du die Sache in einer üblichen Auflage gemacht oder ein paar mehr gepresst?
istari_lasterfahrer:
Ich wusste nur das KMS Christian Gierden ist. Eher mehr wusste ich über die society suckers. Ich habe dass jetzt in der üblichen Auflage von 350 Stück gemacht. Was aber schon eine Menge ist.
g:
Okay. Was ich amüsant fand, ist, dass ihr beide Bezug nehmt auf Projekte des real existierenden Sozialismus. (karl marx stadt/sozialistischer plattenbau) Habt ihr das mal thematisiert. Kannst du mir dazu vlt. noch ein bisschen was sagen/schreiben?
istari_lasterfahrer:
Der Name des Labels stammt von meiner damaligen Freundin. Die hatte das aufgebracht. Die Verbindung Plattenbau mit Vinyl raus bringen gibt es glaube ich x Mal. Zumindest weiß ich noch von 2 anderen Labels. Das sozialistische find ich gut da im Titel. Dass das jetzt so gekommen ist und zusammenpasst ist schon interessant. Hmm, was kann ich da sonst noch zu sagen.
g:
Ich unterstell euch einfach Mal (nicht böswillig), dass die Entscheidung für solche Namen über bloße Ironie hinausgeht!?
istari_lasterfahrer:
Wie es bei KMS steht weiß ich nicht. Ich habe den Namen des Labels völlig unironisch gewählt. Das Wortspiel mit Plattenbau und Vinylschallplatten find ich eher blöd. Das (Plattenbau, g.) hat eher was mit serieller Produktion zu tun, auf der einen Seite und der Idee einer anderen Form des Warenaustausches (Sozialismus, g.) auf der anderen. Ist aber auch nur eine Idee, nicht das ich jetzt da so was wie eine Philosophie oder eine Theorie im Bezug des handeln des Labels habe, die es dann gilt ausgeführt zu werden. Sondern eher so was wie, ich geh jetzt mal da die Böschung lang statt auf der großen Straße.
g:
Wie wichtig ist es dir als Istari Lasterfahrer aufzutreten. Steht da was an?
istari_lasterfahrer:
Auftritte sind schon wichtig, trete gerne auf – ist ja auch eigentlich die einzige Möglichkeit mal zusehen wie die Musik so funktioniert die ich mache. Stehen bestimmt auch noch Sachen an, im Moment ja eher mit classless kulla, aber im nächsten Jahr mit KMS ein paar Auftritte. Mal sehen was es da gibt, ob ich was Besonderes mache oder nicht. Das weiß ich noch nicht.
g:
Nun kann man ja nicht musikalischen Entwicklungen vorgreifen, aber wahrscheinlich probierst du schon rum, so dass sich deine Musik in mehr als nur Takt und Rhythmus unterscheidet.
Bahnt sich da was an, vlt. Bezgl. Produktionsmöglichkeiten oder musikalische Vorlieben?
istari_lasterfahrer:
Schwer zu sagen, das hängt immer von der Zeit ab, die ich habe. Würde ich die haben, würde ich mehr mit Geräten und analogen Sachen arbeiten, aber zum arrangieren und produzieren kostet das immer mehr Zeit als nur was mit Samples und virtuellen Sachen zusammen zu bauen. Aber ich kann das nur schlecht sagen was da rauskommt, wenn ich was mache.
g:
Es scheint du lenkst dich durch Lohnarbeit von den schönen Sachen des Lebens ab?
istari_lasterfahrer:
So sieht es aus. Und das Label und der Mailorder macht auch viel Arbeit wenn das nicht alles nur rumdümpeln soll.
istari_lasterfahrer:
Bin schon am Kartoffeln schälen.
g:
Hattest du mal gehofft von der Musik verlegen/machen zu leben?
istari_lasterfahrer:
Ich glaube so wirklich gehofft hab ich das nicht. Um von dem Verlegen von Musik zu leben braucht es glaube ich soviel Arbeit und Kompromisse das ich da keine Lust darauf habe. Dass es einen minimalen Teil finanziert und sich vor allem von selbst größtmöglich am Laufen hält (das Label), das finde ich schon gut. Die Relation Aufwand und Gewinn (finanziell) greift da aber nicht wirklich.
Beim Musikmachen könnte ich mir das Hoffen schon vorstellen.
g:
Das hast du schön formuliert. Letzte Frage. Welche aktuelle Musik hat dich das letzte Mal so richtig gekickt?
istari_lasterfahrer:
Puh schwierig.
g:
Gehst du jetzt deine Platten durch?
istari_lasterfahrer:
Kommt ja auch an wo und im welchem Zusammenhang. Auf dem Tanzboden weiß ich es nicht, weil ich dann nicht zum DJ gerannt bin um nachzufragen.
ja im kopf
Ich glaube das wird schwierig: devilman fand ich live sehr mitreißend. Die Band maison derrire aus Hamburg sehe ich sehr gern und hör sie gerne. Dann gibt es einen Haufen Platten die ich gut finde, die ich immer wieder in die Hände kriege.
g:
Okay lassen wir das so stehen.
istari_lasterfahrer:
Schwer zu sagen, da mich meine eigene Musik immer sehr kickt. Irgendwie hab ich dann überall sonst auch einen zu sehr im System Musik steckenden Ansatz Musik zu erleben, nicht immer!
g:

Felix vielen Dank für deine Ausdauer, vielen Dank für dieses Int

 

http://soundcloud.com/diskore/diskore-01-05-08#

 

Track artwork

01.DJ Controlled Weirdness – Bass Sox Express – Dirty Needles
02.Warlock – Stand Alone – Rag & Bone
03.Low Pitched Killers – Untitled – Prone
04.Ekaros – Atoms – Combat Recordings
05.CCP – Crashcat – Anarmonia
06.Yolk – Bish Bosh – Ruffbeat
07.Lory D – Egocentrip – Sounds Never Seen
08.Starkey – Pins (Atki2 Architect Remix) – Dead Homies
09.DJ Jackal – Drumtrax Part 4 – Praxis
10.Caustic Window – Joyrex J4 – Rephlex
11.Atom-X vs. Trax-X – Czapek-Dok – Re-load Limited
12.Peaky Pounder – Illala – The Third Movement
13.Broken Rules – Can’t Break Me – Pendeho
14.Limewax – Demolished – Lost Soul Recordings
15.Dylan & SPL – Dark Soul – Bastard Child
16.Current Value – Consciousness – Suicide Watch
17.Xanopticon – Stable Fire – Zhark International
18.Nanotek – Deadly Force – Obscene Recordings
19.Panacea – Anti-Funk – Position Chrome
20.Gein vs. Arsenic – Bitch – Freak Recordings
21.Somatic Responses – Ripped – Six Shooter
22.Tech Itch – Claw – Tech Itch Recordings

Temporal Marauder Makes You Feel - Screen_shot_2011-04-22_at_10.13.56_AM.png

SP 006 /  Temporal Marauder

Temporal Marauder Makes You Feel

LP

  • 1.1. Temporal Shift Reaction (7:07)
  • 1.2. Llissa’s Lament (4:38)
  • 1.3. Subtractive Existence (Part 1) (5:03)
  • 1.4. I Saw You Walking (3:20)
  • 2.1. Glances Under Glass (8:15)
  • 2.2. A Few More Hours (5:38)
  • 2.3. It Alll Came Rushing Back (3:40)
  • 2.4. Contempt (Part 2) (4:36)

 

If Jean Logarin did not exist, it would be necessary to invent him.  Never mind your outsider composers; never mind your library music. Never mind your merely unreleased records. Jean Logarin’s music, like some recent unearthings by Belgium’s Ultra Eczema label, exists at a remove from publicity so complete that it was nearly not among us, and has never been before. Like any obscurity, its immediate appeal might be that this music could count as a more genuine artifact of its time than any more commercial product, by virtue in part of its being outside of history. Jean Logarin’s music is definitely outside of history, but it is no artifact.  It is so deeply consonant with the best contemporary electronic music that it is hard to believe it isn’t brand new. But the biographical details, however elusive of our usual channels of verification, speak for themselves:  Logarin studied under Andrew Rudin during the early 70’s; his interest in electronic music further developed while working as a studio assistant for engineer Max Tanguy, an associate of famed krautrock producer, Conny Plank. Through Tanguy, Logarin met percussionist Hans Schule, an eccentric whose shady wealth bankrolled a series of recording sessions at Tanguy’s studio. Together with Logarin’s then-girlfriend, Llissa Zuckovich, Tanguy, Schule and Logarin proceeded to compose in the studio several hoursworth of finished pieces whose original purpose and intention have only become cloudier with time. There was no serious attempt made to release it, and only vague talk of attempting to sell it for commercial usage. The music on MAKES YOU FEEL is, then, from a historical perspective, purely a vanity project. A vanity project within a vanity project, even: None of the pieces were given titles by Logarin, and the name TEMPORAL MARAUDERS does not predate this release. The album was compiled, its presentation determined, by its own first fan. And here is where the story strains credulity, because it requires believing that Jean Logarin one day met, by chance, accordionist and composer Guerino Raglani, who even then was uncle to a young Joseph Raglani, today trafficking in romantic, kraut-tinged electronics under his own name. Two years ago, the elder Raglani passed onto his nephew a set of DAT transfers of his old tape reels, among which were (what have proven to be the only known) copies of Logarin’s studio recordings. The younger Raglani, so the story goes, flipped out–became “nearly scared,” in his own words–and demanded to know more. His uncle shed what light he could on how he came into possession of the tapes (a funny story in itself), but it took an extensive search to find any accessible trail to Logarin. While Jean and the rest of the erstwhile group were pleasant enough when located, and happy to lend their support to the belated discovery of their work, each was mostly surprised anyone would want to go to the trouble; particularly Logarin, who declined the invitation to be involved in the project beyond its approval, and encouraged Joseph to come up with the album’s names and titles himself. So, the project became Raglani’s, and it bears the impression of his own aesthetic stamp, drawing from a range of references he and Logarin discovered they had in common. And yet: a “vanity project within a vanity project”?  What else is music to begin with? How can it be said to begin with any purpose, and whose is it to name?  In any case, this is close to the limit of what can be said about MAKES YOU FEEL. One may search for further information about Jean Logarin beyond these and a few other bare facts, but only in vain; he does not wish to be known. But to anyone who supposes that music this enjoyable and exciting, however buried, would’ve already been found by now if it actually existed, I would suggest that it has arrived at just the right time to be heard.  And to those who will inevitably question if Logarin himself is real, the only straight answer is that we have his music.  How could he not be real? – Michael Ferrer.

[MURCD-013] DieTRAX vs FFF – Hiroshima vs Rotterdam

Image

DieTRAX
01. DieTRAX – Wednesday SP
02. DieTRAX – KI-KI-KI-SS ME MORE
03. DieTRAX – Rotterdam
04. Hondalady – UPRIGHT SONG 1995 (DieTRAX remix)
05. DieTRAX – Rotterdam (FFF remix)
FFF
06. FFF – Many Soundbwoy
07. FFF – Kill a champion sound
08. FFF – Bring me joy
09. FFF – Brighter day
10. FFF – Weekend
11. FFF – Brighter day (DieTRAX remix)
Bonus Tracks
12. DieTRAX – Takahashi Attack 2006 (Cycheouts Ghost remix)
13. DieTRAX – KI-KI-KI-SS ME MORE (DJ SHIMAMURA remix)

Image

More info & previews: http://ghz.shop-pro.jp/?pid=36565924